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Fragen/Antworten zum Förderprogramm

Am 30. Juli 2014 trat eine neue Version der Fördergrundsätze zum Sonderprogramm „Fördergrundsätze zum Sonderprogramm des Bundes zur Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen“ (MobiPro-EU) in Kraft. Seither werden nicht mehr die Auszubildenden selbst gefördert, sondern Förderprojekte, die freizügigkeitsberechtigte Jugendliche und junge Erwachsene durch ausbildungsvorbereitende und ausbildungsbegleitende Maßnahmen in die Lage versetzen, in Deutschland erfolgreich eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren.

 

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit hat 2016 im Rahmen von MobiPro-EU letztmalig interessierte junge Menschen aus dem Ausland an die Projektträger vermittelt. Da es keine weiteren Förderrunden in diesem Programm geben wird, bitten wir von einer Bewerbung abzusehen.


Falls du Interesse an einer regulären Ausbildung in Deutschland hast, informiert dich das Virtuelle Welcome Center der ZAV gerne über den deutschen Ausbildungsmarkt und das Bewerbungsverfahren: +49 228/ 713 1083

An wen kann ich mich in Problemfällen wenden?

Bei Problemen jeder Art kannst du dich an deinen zuständigen Kümmerer wenden. Solltest du Probleme oder Konflikte mit dem Ausbildungsbetrieb oder mit dem Projektträger haben, kannst du dich auch direkt an die Bundesagentur für Arbeit wenden:

 

Telefon: 0228 713-1313
E-Mail: zav(at)arbeitsagentur.de

Welche Voraussetzungen müssen Teilnehmende erfüllen, um im Rahmen der Projektförderung an dem Programm teilzunehmen?

Gefördert werden Projekte, mit denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterstützt werden, die zum Zeitpunkt des Förderungsbeginns

  • zwischen 18 und 27 Jahre alt sind,
  • die Staatsangehörigkeit eines anderen EU-Mitgliedstaats oder eines EWR-Staates haben,
  • ihren Wohnsitz im europäischen Ausland haben oder sich zum Zeitpunkt ihrer Bewerbung nicht länger als drei Monate in Deutschland aufhalten, und
  • über einen anerkannten Schulabschluss verfügen.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen nicht über eine abgeschlossene betriebliche Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss in einem Masterstudiengang verfügen und sie dürfen nicht zum Personenkreis nach § 59 SGB III gehören, dem Berufsausbildungsbeihilfe geleistet werden kann.

Wie kann ich als Ausbildungsinteressierte(r ) von dem Programm profitieren, obwohl ich selbst keine Förderung erhalte? Was tut der Projektträger für mich?

Die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit vermittelt dich in die geförderten Projekte.

 

Im Projekt wird sichergestellt, dass 10-30 freie Ausbildungsplätze für junge Menschen aus dem Ausland angeboten werden und dass die Ausbildung erfolgreich durchgeführt werden kann.

 

Wenn du an einem solchen Projekt teilnimmst, stehen dir die Berater der ZAV für Fragen und Informationen zur Verfügung. Hier erfährst du, was es für dich bedeutet, eine Ausbildung in Deutschland zu machen.

 

In dem Projekt wird darauf geachtet, dass du die Sprache lernst und begleitet und unterstützt wirst (zum Beispiel bei der Wohnungssuche). Ziel ist, dass du deine Ausbildung erfolgreich absolvierst und dabei Ansprechpartner hast, an die du dich wenden kannst.

 

Für Maßnahmen, die dir angeboten werden, entstehen dir keine Kosten.

 

Der Projektträger entscheidet, welche der hier genannten möglichen Leistungen dich und deine Ausbildung am besten unterstützen:

  • Deutschsprachkurs im Herkunftsland, der mit dem Niveau B1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) abgeschlossen werden muss.
  • Kennenlernen eines Ausbildungsberufes und eines Ausbildungsbetriebes durch ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb in Deutschland:

    • Das Praktikum soll bis zu 6 Wochen dauern und einen begleitenden Sprachkurs beinhalten.
    • Die Praktikumsvergütung muss mindestens 200 Euro im Monat betragen. Der Betrag kann auch höher sein, wenn ein Mindestlohn gesetzlich vorgeschrieben ist oder andere Vorschriften dies regeln.

  • Aufstockung deiner monatlichen Vergütung:
    Deine Vergütung wird in jedem Fall aufgestockt, so dass dir während deines Praktikums und der Ausbildung mindestens 818 Euro im Monat zur Verfügung stehen. Hiermit kannst du Lebensmittel, Miete und anderes zahlen. Falls du in Deutschland eigene Kinder betreust, kommen für jedes Kind noch einmal 130 Euro hinzu.
  • Sprachliche, fachliche und sozialpädagogische Praktikums- und Ausbildungsbegleitung:

    • Begleitender Sprachkurs und Nachhilfe für die Berufsschule
    • Sozial- und berufspädagogische Ausbildungsbegleitung
    • Individuelle Unterstützung zur Erstorientierung in Deutschland

  • Reisekosten im Zusammenhang mit Praktikum, Ausbildung und Fahrten zu deiner Familie:

    • Kosten für die Hin- und Rückreise zum Praktikum sowie für eine Familienheimfahrt je Ausbildungshalbjahr. Die Kosten werden durch eine Pauschale von 200 Euro bei einer einfachen Entfernung von bis zu 500 km, bzw. von 300 Euro bei einer einfachen Entfernung ab 500 km bezuschusst.
    • Für die Aufnahme der betrieblichen Berufsausbildung wird eine einmalige Pauschale von 500 Euro gewährt.

 

Detaillierte Infos erhältst du in den Fördergrundsätzen.

Welche Vergütung erhalte ich während meiner Ausbildung?

Während deines Praktikums und der Ausbildung stehen dir mindestens 818 Euro im Monat zur Verfügung. Hiermit kannst du Lebensmittel, Miete und anderes zahlen. Falls du in Deutschland eigene Kinder betreust, kommen für jedes Kind noch einmal 130 Euro hinzu.

Gibt es eine Altersbeschränkung?

Ja, zu Beginn deiner Teilnahme am Programm musst du zwischen 18 und 27 Jahre alt sein.

Wer ist für die Umsetzung des Förderprogramms zuständig?

Die Bundesagentur für Arbeit ist Bewilligungsbehörde für das Sonderprogramm. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales weist der Bewilligungsbehörde zur Erfüllung des Förderzwecks Mittel zur Bewirtschaftung in eigener Zuständigkeit zu.

 

Die Bundesagentur für Arbeit ist in alleiniger Zuständigkeit mit der Umsetzung des Programms „The Job of my Life“ betraut. Bei Fragen hierzu kannst du dich an die ZAV wenden. E-Mail: MobiProjekte(at)arbeitsagentur.de Telefon: +49 228 713 1083.

Wer ist mein Ansprechpartner zu Fragen rund um meine Ausbildung?

Erster Ansprechpartner bei Fragen ist dein Arbeitgeber.

Welche Ausbildungen sind möglich?

Alle betrieblichen Erstausbildungen in Deutschland in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf.

Was ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf?

Bei einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf handelt es sich um bundeseinheitlich geregelte Berufe auf der Grundlage von §§ 4 und 5 Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. §§ 25 und 26 Handwerkordnung (HWO), also Facharbeiter- oder Fachangestelltenberufe. Die Ausbildung in diesen Berufen erfolgt dual, das heißt im Betrieb und an einer Berufsschule.

 

Auch die Berufsausbildung im Rahmen eines Berufsausbildungsvertrages in der Seeschifffahrt (Schiffsmechaniker) und die betrieblich durchgeführten Ausbildungen nach dem Altenpflegegesetz sind möglich.

 

Die Seite Bundesinstitut für Berufsbildung bietet eine Übersicht aller 348 anerkannten Berufe inkl. Übersetzung ins Englische und Französische.

Was muss ich beachten, wenn ich von der Individualförderung 2013/2014 profitiere?

Alle Informationen zur alten Förderrichtlinie mit dem Schwerpunkt Individualförderung findest du hier.

So geht’s

 

Von der Bewerberauswahl bis zur Abschlussprüfung - erfahre, wie du Schritt für Schritt durch die Ausbildung begleitet wirst.

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